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Barcelona ist eine Hafenstadt an der Mittelmeerküste, es leben hier etwa vier Millionen Menschen. Es ist die zweitgrößte Stadt Spaniens und die Hauptstadt Kataloniens. Katalonien hat seine eigene Sprache und Geschicht, viele der Einwohner sprechen sowohl Katalan als auch Spanisch, deren beider Ursprung im Lateinischen liegt. Barcelona ist Industrie- und Handelsstadt, deren Sehenswürdigkeiten jährlich Millionen von Touristen anziehen.
Die ersten Einwohner
Die iberische Halbinsel verläuft von den Pyrenäen im Norden bis zur Straße von Gibraltar im Süden. Barcelona liegt in deren nord-östlicher Ecke. Seine ersten Einwohner waren Iberier um 250 v. Chr., anschliessend kamen die Griechen und Karthager über das Mittelmeer. Ein Karthager namens Amilcar Barca war der Gründer der Stadt, der ihr zunächst den Namen Barcino gab. Durch die Griechen und Karthager kam auch der Handel in die Stadt. 200 v. Chr. übernahmen die Römer die Führung, sie bauten die ersten Stadtmauern. Um 400 wurde die Halbinsel von den Goten eingenommen, die von Nord-Ost Europa kamen. Der gotische König Ataulf machte die Stadt zu seiner Hauptstadt. Die Moslems erreichten diese etwa 700 n. Chr.. Viele Kriege wurden zwischen Christen und Moslems geführt, die die Moslems schließlich 800 n. Chr. für sich entschieden. Später wurde die Stadt von den Franken eingenommen und als sie im Jahre 900 n. Chr. als unabhängig erklärt wurde, von Guifrè, dem Count of Barcelona, regiert, den man auch 'el Pilos', den Haarigen, nannte.
Das Mittelalter
Im Mittelalter (400 - 1500 n. Chr.)
war Katalonien Teil des mächtigsten Königreiches des Mittelmeers. König James der Erste (Der Eroberer) sandte Schiffe nach Italien, Griechenland, Ägypten und in den mittleren Osten. Barcelona wurde Zentrum des mediterranen Handels. Seine Händler konkurrierten mit denen Genuas, Pisas und Venedigs. 1265 rief König James das erste demokratische Parlament ins Leben, dem er den Namen Consell de Cent gab. Zu der Zeit entstanden auch einige der schönsten Gebäude in dem Teil der Stadt, das heute das gotische Viertel genannt wird.
Veränderungen
1492 entdeckte Christopher Columbus Amerika. Anschließend kam er nach Barcelona, um König Ferdinand und Königin Isabella die neuen Ländereien anzubieten. Aber es stellte sich heraus, dass die Eroberung Amerikas für die Häfen an der Mittelmeerküste nicht gut war. Händler wanderten nach Sevilla oder Cádiz ab, Häfen im Süd-Westen Spaniens, und Barcelona verlor an Bedeutung. Im Mittelalter fanden weitere Veränderungen statt: Madrid wurde Hauptstadt des spanischen Königreichs. 1700 gab es einen Krieg, der entscheiden sollte, wer in Spanien die Führung übernehmen würde. 1714 verlor Barcelona seine Unabhängigkeit und ein Teil der Stadt wurde zerstört.
CHRISTOPHER COLUMBUS
Die neue Stadt
Die industrielle Revolution in Spanien machte sich in Barcelona Anfang des 20. Jahrhunderts bemerkbar. Die Stadt wuchs und gewann wieder an Bedeutung. Nun begann man, auch außerhalb der alten Stadtmauern zu bauen. Der Architekt Ildefons Cerdà (1815-1876) entwarf eine neue Stadt. Auch zwei Weltausstellungen fanden hier statt - eine 1888 und eine weitere 1929. Barcelona wurde ein Zentrum moderner Literatur, Musik und Kunst.
In die Zukunft
Die Zeit während des spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) und der Militärdiktatur (1939-1976) war für das Land nicht einfach.Viele Spanier kamen nach Barcelona, um hier Arbeit und ein Zuhause zu finden.
Heute ist Barcelona Hauptstadt Kataloniens und verändert sich täglich. Viele internationale Events werden hier abgehalten, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele 1992.

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